Beine trainieren mit Hand und Fuß

Einmal die Woche ist mindestens Pflicht, wenn auch die Beine fit und in Form bleiben sollen. Schließlich tragen die Beine die ganze Last des Körpers, machen die weitesten Wege und entscheiden bis ans Lebensende über unsere Mobilität. Wer nicht ab 60 am Rollator durch die Gegend rollen und ab 70 in der Pflegefalle sitzen will, trainiert regelmäßig seine Beine. Mindestens einmal – besser zweimal die Woche, damit das Training auch Hand und Fuß hat.

1 Dicke Bizeps – dünne Beine: geht gar nicht. Zu einem ästhetischen Körper gehören wohlgeformte Beine. Die müssen regelmäßig trainiert werden. Joggen ohne Krafttraining reicht nicht

2 Beintraining steigert die Ausschüttung von Wachstumshormonen enorm. Das ist wissenschaftlich erwiesen. Je mehr Muskelmasse trainiert wird, desto größer die Hormonausschüttung. Oberschenkel und bilden die größten Muskelgruppen des Körpers. Durch ihr Training werden mehr Hormone ausgeschüttet als beim Brusttraining.

3 Je mehr Bein-, desto weniger Bauchtraining. Ein Beintraining belastet die Bauchmuskulatur deutlich stärker als man denkt. Vor allem freie Grundübungen wie Kniebeugen und Frontkniebeugen nutzen die Bauchmuskulatur als Stabilisatoren. Intensive Beinübungen verhindern außerdem, dass der Bauch dicker aussieht, als er tatsächlich ist. Wenn die Gesäßmuskeln nicht stark genug sind, kippt nämlich das Becken nach vorn und der Bauch wird vorgestreckt.

4 Verbesserung der gesamten Fitness. Die meiste Kraft für das Training des Oberkörpers kommt zwar aus dem Rumpf, aber ohne starke Beinmuskeln fehlt die Grundlage, um schwere Gewichte zu heben oder zu drücken. Regelmäßig einen Leg Day einzulegen, bringt insgesamt mehr Leistung und mehr Kraft.

5 Die Fettverbrennung wird angekurbelt. Beine und Gesäß bilden knapp 40 Prozent des gesamten Gewichts eines Menschen und sind die größten Muskelgruppen im Körper. Schon das erhöht den Grundumsatz. Dazu kommt der sogenannte Nachbrenneffekt, der zusätzlich Kalorien verbrennt und den Stoffwechsel so richtig ankurbelt.

6 Muskuläre Dysbalancen werden reduziert oder verhindert. Wer kennt sie nicht:
Rücken-, Nacken-, Knie- oder Hüftschmerzen? Wenn man viel sitzt, sind solche Schmerzen vorprogrammiert. Starke Sitz- und Schenkelmuskeln stabilisieren den ganzen Körper in jeder Position – auch beim Sitzen

7 Bein-Training stabilisiert das Gleichgewicht des Körpers. Richtig reibungslos funktionieren Muskeln nur im Zusammenspiel. Wer einzelne Körperpartien einseitig trainiert, erzeugt ein Ungleichgewicht, das zu Fehlhaltungen und früher oder später zu Schmerzen führt.

Foto: Dean Drobot, Shutterstock

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