Wie Sie am besten abnehmen

Warum werden wir immer dicker?

Trotz der vielen Informationen zum Thema Ernährung wird die Menschheit nicht dünner, sondern eher dicker. Das Wissen über bessere Ernährungsformen wird von den meisten Menschen nicht umgesetzt. Ein großes Problem stellen die XXL-Portionen beim Essen und die allgemeine Bewegungsarmut dar. Vielleicht passen aber auch die Empfehlungen nicht zu unseren Genen? Eine »artgerechte« Ernährung des Menschen sollte daher mehr auf die Erbanlagen unserer Vorfahren, der Jäger und Sammler, abgestimmt werden.

Unsere Ernährungsgene haben ein Alter von etwa 120 000 Jahren. Getreide und Kartoffeln sind dagegen sehr »junge« Lebensmittel auf unserem Speiseplan. Und hoch verarbeitete Getreideprodukte (Weißmehl) sowie so genannten Industriezucker gibt es erst seit wenigen Generationen. Dadurch stieg der Anteil schnell verfügbarer Kohlenhydrate rasant an. So schnell kann sich die Genetik nicht anpassen. Außerdem bewegen wir uns heutzutage im Schnitt nur 1,5 bis 2 km am Tag. Der Jäger und Sammler aus der Steinzeit war mindestens sechs Stunden am Tag auf den Beinen, um Nahrung zu suchen. Die Laufstrecke betrug täglich 30 bis 40 km!

Trotz geringerer Fettaufnahme erhöhte Gewichtszunahme

In den USA ist der Fettanteil in der Nahrung im Zeitraum von 1971 bis 2000 von mehr als 36 auf unter 33 Prozent der Gesamtenergie gesunken. Der Prozentsatz der Übergewichtigen und Fettleibigen in der Bevölkerung hat sich seit 1971 jedoch mehr als verdoppelt und beträgt mittlerweile rund zwei Drittel. In Europa liegt er noch um einiges tiefer, wächst aber rasant. In England ist er innerhalb der letzten zehn Jahre auf das Doppelte gestiegen. Vermutlich hat zu dieser Gewichtsentwicklung beigetragen, dass von den Low-Fat-Produkten nicht selten Riesenportionen konsumiert und vor allem reichlich zuckerhaltige Erfrischungsgetränke getrunken werden.

Abnehmen – aber wie?

Es stellt sich die Frage, warum es den meisten Menschen nicht gelingt, eine Ernährung mit weniger Kalorien durchzuhalten. Eine ganz lapidare Diät-Weisheit lautet: »Abnehmen kann nur, wer satt ist.« Das bedeutet: Stellen sich während der Gewichtsreduktionsphase zu viele Heißhungerattacken ein, gegen die trotz aller verfügbarer Willensstärke aller Widerstand zwecklos erscheint, wird die kalorienreduzierte Kur de facto ausgetrickst.

Wie entstehen Heißhungerattacken?

Heißhungerattacken entstehen durch starke Schwankungen des Blutzuckerspiegels. Verursacht werden sie durch eine vermehrte Insulinproduktion nach dem Verzehr von Kohlenhydraten. Das körpereigene Hormon Insulin erleichtert zudem die Einspeicherung von Fett in das Fettgewebe und hemmt gleichzeitig die Nutzung von Depotfett als Energiequelle. Gerade dieses Argument führen die Low-Carb-Anhänger für eine Einschränkung der Kohlenhydrate an. Auf ihrem Speiseplan gelten vor allem Pasta, Brot, Reis, Kartoffeln, Zucker und Süßigkeiten als tabu. Hier handelt es sich insgesamt um konzentrierte Kohlenhydrate, zumeist mit einem hohen glykämischen Index.

Die Ernährung während einer Gewichtsreduktion sollte insgesamt kalorienreduziert sein und den Blutzuckerspiegel nicht zu stark beeinflussen. Wenn Sie weniger Kohlenhydrate und dafür mehr Eiweiß zu sich nehmen, können Sie Heißhungerattacken vermeiden. Außerdem sorgen Sie mit dieser Ernährung für eine Senkung des Insulinspiegels und reduzieren die damit verbundene Fetteinlagerung bzw. Fettspeicherung. Grundsätzlich sollten Sie zur Unterstützung Ihrer Diät Kraft- und/oder Ausdauertraining machen, um Ihr Gewebe zu straffen und sich fit zu halten.

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